Die symbolische Verbindung zweier sich liebender Menschen kann man wunderbar in der Trauzeromonie einbinden. Zu den bereits genannten Ritualen in meinem Blogbeitrag ‘Rituale zur Trauung’, möchte ich heute fünf weitere Rituale vorstellen, denn das kann man auch ganz auf nordischer Art!

Handfasting

Das Handfasting ist ein schottischer Brauch. Dieses Ritual steht für die Verbundenheit von zwei Personen. Jeweils eine Hand der Ehepartner werden mit einem schönen Band aus Samt oder Tampen miteinander verknüpft. Die lange Tradition weist viele verschiedene Beispiele des Rituals auf, denn auch mehrere Bänder können hierfür genommen werden. Aber auch hier gilt: Es gibt keine vorgefertigten Abläufe. Das Ritual könnt ihr flexibel auf eure Wünsche anpassen. Denn gerade Segler kommen hier auf ganz besondere Ideen!

Wunschsteine

Ihr wollt eure Gäste mit einbinden? Flache, vielleicht selbstgesammelte Kiesel von der See und wasserfeste Fineliner werden für die Gäste im Vorfeld auf die Stühle platziert. Die Gäste haben die Möglichkeit, ihre guten Wünsche für das Paar auf den Steinen festzuhalten und das ohne viel zu sagen. Mit nur einem oder zwei Worten kann jeder Gast dem Hochzeitspaar seine Wünsche für die Ewigkeit auf einem Stein festhalten. Die eingesammelten Steine sind ein schönes Erinnerungsstück und auf der Hochzeitsfeier ein toller Tischschmuck. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Was passt zu euch und eurer Feier? Machbar sind auch Weinkorken, kleine Astscheiben oder Holzherzen. Wichtig ist hierbei nur die Beschreibbarkeit und euer Bezug!

Ebbe und Flut

Oder auch Gute Zeiten – Schlechte Zeiten! Dieses traditionelle, wenn auch recht kurze Ritual, symbolisiert die dauerhafte gegenseitige Unterstützung des Partners/der Partnerin und die bedingungslose Liebe. Das Paar füttert sich gegenseitig mit etwas Süßem – gute Zeiten – und etwas Salzigem – schlechte Zeiten. Um es nordisch zu übersetzen: Franzbrötchen, Klaben oder Rote Grütze mit Vanillesauce stehen für die guten Zeiten und salzige Heringe, Kieler Sprotten oder Laugenbrötchen für die schlechten Zeiten. Auch hier ist der Phantasie keine Grenze gesetzt.

Kolonialwarenmischung

Als Pfeffersack, Kaffeeliebhaber oder Hobbyhoch könnte dieses Ritual durchaus passend sein. Während der Trauung wird eine ganz besondere Mischung erstellt. Das kann eine Gewürzmischung, eine Kaffee- oder Teeauslese sein. Jeder von euch gibt ein Gewürz, Salz in einen Mörser oder schüttet aus zwei verschiedenen Kaffeesorten Bohnen in ein Gefäß. Feierlich wird alles miteinander vermengt. Auch Kinder lassen sich bei diesem Ritual sehr gut integrieren. Wenn ihr mögt, bekommen eure Gäste etwas von der Mischung als Gastgeschenk ab.

Die Ringbahn

Dieser Brauch ist besonders für eine kleine Hochzeitsgesellschaft geeignet. Dabei wird ein langes Satinband oder Schiffstau durch alle Sitzreihen gelegt. Die Eheringe werden daran aufgefädelt und wandern so vom letzten Platz nach vorne zum Brautpaar. Auf dem Weg halten die Hochzeitsgäste die Ringe in den Händen und geben ihre guten Wünsche an das Brautpaar weiter. Wird dieses Ritual bei der freien Trauung von besinnlicher Musik untermalt, bleibt die tolle Stimmung in der Zeremonie erhalten. Ihr könnt natürlich auch ein schönes Ringkissen oder eine Schatulle dafür nehmen.