Eure Liebe in Worten
Es gibt viele Arten, „ich liebe dich“ zu sagen.
Ein Ehegelübde ist eine davon – und vielleicht die persönlichste.
Euer Eheversprechen ist ein Moment nur für euch.
Nicht für die Gäste. Nicht für Instagram.
Sondern für den Menschen, den ihr liebt.
Dieser Beitrag soll euch dabei begleiten, eure eigenen Worte zu finden –
ohne Druck, ohne Pathos, ohne perfekte Formulierungen.
Wenn ihr ganz am Anfang eurer Hochzeitsplanung steht, findet ihr hier eine ruhige Orientierung für die ersten Schritte nach der Verlobung: Verlobt – und jetzt?
Was ein Ehegelübde wirklich ist (und was nicht)
Ein Ehegelübde muss:
- nicht poetisch sein
- nicht perfekt klingen
- nicht „besonders schlau“ formuliert sein
Es darf:
- ehrlich sein
- persönlich sein
- so klingen wie ihr
Die Rede muss nicht den Gästen gefallen,
sondern eurem Lieblingsmenschen.
Wie ihr ins Schreiben kommt
Aller Anfang ist schwer – das ist völlig normal.
Nehmt euch bewusst Zeit und schreibt euer Gelübde nicht erst am Abend vor der Hochzeit.
Hilfreich können Fragen sein wie:
- Was hat uns zusammengeschweißt?
- Welche Momente haben uns geprägt?
- Was liebe ich an dir – auch im Alltag?
- Wofür bin ich dankbar?
Schreibt erst einmal alles auf.
Unsortiert. Roh. Ohne Anspruch auf Schönheit.
Eine mögliche Struktur für euer Ehegelübde
Ihr müsst dieser Struktur nicht folgen –
aber sie kann helfen, einen roten Faden zu finden:
- Beginnt mit einem Gedanken oder einer Erinnerung
- Sagt, was ihr an eurem Partner / eurer Partnerin liebt
- Benennt, wofür ihr dankbar seid
- Formuliert 1–3 Versprechen für die Zukunft
- Endet mit einem Satz, der sich nach euch anfühlt
Oder erzählt eine kleine Geschichte
und kommt am Ende wieder auf sie zurück.
Ganz wichtig: Bleibt euch treu.
Wie lang sollte ein Ehegelübde sein?
Hier gilt wirklich:
In der Kürze liegt die Würze.
1–2 Minuten pro Person reichen völlig aus.
Das entspricht etwa einer halben bis maximal einer DIN-A4-Seite.
Ein guter Tipp:
Lest euch euer Gelübde laut vor.
Wenn es sich gut sprechen lässt, passt es meist auch gut in den Moment.
Wie euer Ehegelübde später in die Zeremonie eingebettet wird, könnt ihr hier nachlesen:
Gestaltung & Ablauf eurer freien Trauung
Kleine, aber wichtige Tipps aus der Praxis
- Vermeidet Klischees, wenn sie sich nicht nach euch anfühlen
- Ihr müsst nicht alles sagen – nur das Wesentliche
- Schickt euer Gelübde gern eurer Traurednerin / eurem Trauredner
– sie kann es gegenlesen und für euch ausdrucken
Oft sind es die einfachen Worte, die am tiefsten berühren.
Das Schönste an der Liebe ist, wenn aus zwei Leben ein gemeinsames wird
und aus „ich und du“ ein „wir“ entsteht.
Fazit: Euer Gelübde darf echt sein
Ein Ehegelübde ist kein literarisches Werk.
Es ist ein Versprechen.
Und wenn es ehrlich ist, dann ist es genau richtig.

Foto: Dana Lang
Wenn ihr darüber hinaus Fragen habt oder euch Begleitung für eure freie Trauung wünscht,
meldet euch gern bei mir.
👉 Kennenlerngespräch für eure freie Trauung vereinbaren
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Ich bin Martina, freie Traurednerin aus Hamburg, und ich liebe es, Menschen glücklich zu machen und mit meinen Worten bleibende Momente zu schaffen. Als freie Rednerin bin ich bei allen bedeutenden und emotionalen Momenten des Lebens (Kinderwillkommensfeste, Hochzeiten und Abschiede) dabei, begleite sie und freue mich, wenn der Tag zu einem ganz besonderen wird.
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