Die ersten Schritte nach der Verlobung

Der Ring steckt am Finger.
Vielleicht habt ihr angestoßen, vielleicht gelacht, vielleicht auch ein bisschen geweint.
Und irgendwann kommt er fast automatisch, dieser Gedanke:

Und jetzt?

Nach der Verlobung beginnt für viele Paare eine besondere Zeit – voller Vorfreude, Ideen und Fragen.
Dieser Artikel gibt euch eine ruhige Orientierung für die ersten Schritte nach der Verlobung.
Nicht als starre Checkliste, sondern als Einladung, euren eigenen Weg zu finden.

Wenn ihr euch bereits mit dem Gedanken an eine freie Zeremonie beschäftigt, findet ihr hier weitere Einblicke zur
freien Trauung in Hamburg und im Norden.

1. Die Verlobung feiern – bewusst und in eurem Tempo

Bevor ihr in die konkrete Planung einsteigt, darf eines ganz oben stehen:
Genießt eure Verlobung.

Teilt die Nachricht mit Familie und Freunden, stoßt gemeinsam auf eure Zukunft an und nehmt euch Zeit, diesen Moment wirken zu lassen.
Ob ein stilles Abendessen zu zweit oder eine kleine Verlobungsfeier – erlaubt ist, was sich für euch richtig anfühlt.

Viele Paare sagen im Rückblick:
Diese ersten Tage und Wochen waren etwas ganz Besonderes.
Lasst sie nicht sofort von To-do-Listen überdecken.

2. Erste Planungsschritte – Orientierung statt Druck

Irgendwann taucht er auf, der Wunsch nach Struktur.
Das ist gut – solange er euch nicht hetzt.

Budget festlegen

Sprecht offen darüber, wie viel ihr ausgeben möchtet und könnt.
Ein realistisches Budget hilft euch, Prioritäten zu setzen und Entscheidungen entspannter zu treffen.

Gästeliste skizzieren

Noch nicht endgültig, aber als Gefühl:
Wollt ihr im kleinen Kreis feiern oder mit vielen Menschen?
Diese Frage beeinflusst vieles – von der Location bis zur Atmosphäre.

Hochzeitsdatum ins Auge fassen

Ob ein konkretes Datum oder erst eine Jahreszeit:
Denkt dabei an eure Wünsche, an wichtige Menschen und an das, was für euch stimmig ist.

3. Inspiration sammeln – ohne euch zu verlieren

Jetzt beginnt oft die Phase der Inspiration:
Magazine, Blogs, Pinterest, Instagram.

Das kann bereichern – und manchmal auch überfordern.
Ein Moodboard kann helfen, Gedanken zu sortieren und einen roten Faden zu erkennen:
Farben, Stimmungen, Bilder, Worte.

Viele Paare lassen sich auch von besonderen Orten inspirieren – zum Beispiel beim
Heiraten am Wasser.

Mein Tipp:
Sammelt erst einmal, ohne zu bewerten.
Euer Stil zeigt sich oft ganz von allein.

4. Dienstleister auswählen – mit Gefühl und Vertrauen

Früher oder später geht es darum, die Menschen zu finden, die euch an eurem Hochzeitstag begleiten.
Dabei gilt: Nicht alles muss sofort entschieden werden – aber manches sollte früh bedacht werden.

Die Location

Ob Scheune, Gutshof, Loft oder Strand – wichtig ist nicht der Trend, sondern das Gefühl.
Passt der Ort zu euch?
Fühlt ihr euch dort willkommen?

Die Location gibt oft den Rahmen für alles Weitere vor:
Größe der Feier, Stimmung, Ablauf und auch die Wahl weiterer Dienstleister.
Deshalb steht sie bei vielen Paaren bewusst am Anfang der Planung.

Die Traurednerin / der Trauredner

Gerade bei einer freien Trauung ist die persönliche Verbindung entscheidend.
Nehmt euch Zeit für Kennenlerngespräche und hört auf euer Bauchgefühl.

Es geht nicht darum, jemanden zu „buchen“,
sondern eine Person zu finden, die eure Geschichte versteht, euch ernst nimmt
und eure Worte so trägt, dass sie sich wirklich nach euch anfühlen.

Worauf ihr bei der Auswahl achten könnt, habe ich hier ausführlicher beschrieben:
Wie finde ich die perfekte Traurednerin?

Fotograf:in & Videograf:in

Diese Menschen halten euren Tag fest – oft über viele Stunden hinweg.
Neben Stil und Bildsprache spielt hier auch Sympathie eine große Rolle.

Ihr verbringt viel Zeit miteinander, oft in sehr persönlichen Momenten.
Deshalb lohnt es sich, Portfolios anzuschauen, Gespräche zu führen
und zu spüren, ob die Chemie stimmt.

Musik: DJ oder Live-Band

Musik prägt die Atmosphäre eures Tages – leise im Hintergrund oder mitten auf der Tanzfläche.
Überlegt gemeinsam, was besser zu euch passt:

  • ein DJ mit breitem Repertoire
  • oder eine Band mit Live-Energie und Bühnenpräsenz

Gerade gefragte Acts sind früh ausgebucht,
deshalb darf dieses Thema ruhig etwas früher mitgedacht werden.

Floristik & Papeterie

Blumen und Papeterie erzählen viel über euren Stil.
Sie müssen nicht sofort festgelegt werden,
aber es ist hilfreich, früh eine grobe Richtung zu kennen:

  • natürlich oder elegant
  • zurückhaltend oder farbenfroh
  • klassisch oder modern

So greifen später alle Gestaltungselemente gut ineinander.

Brautstyling, Brautkleid und Anzug – rechtzeitig, aber ohne Stress

Brautstyling und Brautkleid gehören zu den Themen, die viele Paare gerne etwas nach hinten schieben – die aber nicht zu spät angegangen werden sollten.

Gerade Brautkleider und Anzüge für den Bräutigam haben oft längere Bestell- und Änderungszeiten.
Ein früher Blick hilft, entspannt auszuwählen und Entscheidungen ohne Zeitdruck zu treffen.

Und der Rest?

Trauzeug:innen-Absprachen, Details im Ablauf – all das darf später wachsen.

Wichtig ist nicht, alles sofort festzulegen, sondern Schritt für Schritt Menschen auszuwählen, bei denen ihr euch gut aufgehoben fühlt.

Am Ende sind es nicht die Dienstleister, die euren Tag besonders machen – sondern das Vertrauen, das ihr in sie habt.

5. Rechtliche Formalitäten klären

So romantisch die Planung auch ist – ein paar organisatorische Punkte gehören dazu.
In Deutschland ist die standesamtliche Trauung Voraussetzung für eine rechtsgültige Ehe.

Informiert euch frühzeitig über benötigte Unterlagen und Fristen bei eurem Standesamt.
Dann könnt ihr diesen Punkt entspannt abhaken.

6. Hochzeitsvorbereitungen im Detail

Mit der Zeit werden die Schritte konkreter:

  • Einladungen gestalten und versenden
  • Kleidung auswählen – mit genug Zeit für Anpassungen
  • Dekoration und Blumen planen
  • Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste bedenken

Auch hier gilt:
Nicht alles muss sofort entschieden werden.
Manches darf wachsen.

7. Einen Zeitplan erstellen – mit Luft zum Atmen

Ein grober Ablaufplan für den Hochzeitstag hilft euch, den Überblick zu behalten.
Plant bewusst Pufferzeiten ein – für Gespräche, für Unerwartetes, für euch.

Oft sind es genau diese ungeplanten Momente, die in Erinnerung bleiben.

8. Entspannung nicht vergessen

Bei aller Planung darf eines nicht verloren gehen:
die Freude auf das, was kommt.

Gönnt euch Pausen.
Legt bewusst planungsfreie Abende ein.
Und erinnert euch immer wieder daran, warum ihr das alles macht.

Eure Hochzeit ist kein Projekt –
sie ist ein Ausdruck eurer Liebe und Persönlichkeit.

Fazit: Euer Weg, euer Tempo

Nach der Verlobung gibt es kein „richtig“ oder „falsch“.
Es gibt nur euren Weg.

Mit gegenseitiger Unterstützung, offenen Gesprächen und einem guten Gefühl für das Wesentliche wird aus der Planung kein Stressfaktor, sondern ein Teil eurer gemeinsamen Geschichte.

Und genau das darf sich leicht anfühlen.

Wenn ihr euch eine freie Trauung wünscht, die zu euch passt, freue ich mich, euch kennenzulernen.

👉 Kennenlerngespräch für eure freie Trauung vereinbaren

Martina Darkow - Freie Rednerin nordisch getraut
Martina Darkow – Freie Rednerin – nordisch getraut Foto: Dana Lang

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Ich bin Martina, freie Traurednerin aus Hamburg, und ich liebe es, Menschen glücklich zu machen und mit meinen Worten bleibende Momente zu schaffen. Als freie Rednerin bin ich bei allen bedeutenden und emotionalen Momenten des Lebens (Kinderwillkommensfeste, Hochzeiten und Abschiede) dabei, begleite sie und freue mich, wenn der Tag zu einem ganz besonderen wird.

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